7 Fakten über die Emmanuel High-School in Rwemikunyu Sanga

 

  1. Die Schule liegt sehr abgelegen.

Sie liegt ca. 233 km von der Hauptstadt Kampala entfernt. Die nächste „Stadt“ Mbarara erreicht man erst nach 36 km. Mbarara hat ca. 195.000 Einwohner. Das nächste kleinere Dorf „Sanga“ ist ca. 4 km von der Schule entfernt.

 

  1. Die Schule liegt im Ankole Distrikt im Westen Ugandas.

Die Gegend in der sich die Schule befindet wird von dem Bahima Stamm bewohnt. Wie der Name der Region schon sagt, lebt dieser Stamm hauptsächlich von der Viehzucht der Ankole – Langhornkühe. Sie sind eine streng patriarchalische Gesellschaft. Männer sind die alleinigen Besitzer von Haushaltsgütern. Der Stamm der Bahima ist Schätzungen zu folge der Stamm mit den meisten Analphabeten. Daher ist die liebe für Schulbildung noch eher beschränkt.

  1. In dieser Schule lernen insgesamt 135 Schüler.

Davon sind 78 Mädchen und der Rest Jungen. 25% der Schüler und Schülerinnen kommen von der direkten Umgebung. Die restlichen 75% stammen von den umliegenden Distrikten. Da der Schulweg für die meisten Schüler und Schülerinnen sehr weit wäre, wohnen viele von ihnen in der Schule. Deshalb gibt es an der Schule Schlafmöglichkeiten. Die meisten Kinder schlafen jedoch auf dem Boden, weil sich die Schule nicht genügend Betten bzw. Matratzen leisten kann.

 

  1. Die Schule hat 21 Angestellte.

Davon sind 14 Vollzeit oder Teilzeit Lehrer und Lehrerinnen. 7 Angestellte haben keine Ausbildung im Bildungsbereich und sind deshalb Betreuer für die Kinder, Haushälter oder Köche. Dadurch, dass die Schule Kinder beherbergt, die quasi an der Schule wohnen, arbeitet das Personal 24 Stunden am Tag 7 Tage die Woche, weshalb die Lehrkräfte ebenfalls an der Schule wohnen. Ein Lehrer/ eine Lehrerin, welcher/ welche an der Schule bleibt verdient an dieser Schule um die 250.000 UGX im Monat. Das sind 61€. Die Teilzeitangestellten verdienen ca. 40€.

 

  1. Nicht alle Kinder zahlen Schulgebühren.

Die Schulgebühren für „Boarders“, also Kinder, die an der Schule wohnen, beläuft sich auf 339.000 UGX (umgerechnet ca. 80€). Für Kinder, die täglich kommen und gehen kostet es 150.000 UGX (umgerechnet ca. 40€) Das Problem: viele Kinder können sich unmöglich diesen Betrag leisten, weshalb viele nur die Hälfte oder gar nichts zahlen (können). Die Kinder, die es sich überhaupt nicht leisten können etwas zu zahlen bleiben meist in den Ferien an der Schule um sich ihren Teil zu erarbeiten, indem sie bei der Herstellung von Ziegeln oder beim Holzschneiden helfen.

 

  1. Die Schule besitzt keine festen Toiletten oder Badezimmer.

Ihr Geschäft erledigen sie in Latrinen, die für diese Zwecke gegraben werden.

Wenn diese Löcher voll sind, werden sie wieder zugeschaufelt und es wird wo anders gegraben. Es gibt kein Toilettenpapier. Das verursacht einen ständigen Unangenehmen Geruch am Schulgelände und unzureichende Hygienebedingungen, sowie keine Ermöglichung von Privatsphäre für die Teenager. Die provisorischen „Badezimmer“ bestehen aus einem Bereich, umgeben von hochwachsenden Pflanzen, welche wenigstens ein bisschen Sichtschutz geben sollen. Dennoch gehen sich die Kinder immer in der Nacht waschen, weil dies die einzige Möglichkeit ist, sich ungestört zu waschen.

 

  1. Die Schule hat keinen direkten Zugang zu Wasser.

Dadurch, dass die Schule in einem ländlichen, abgelegenen Gebiet liegt, gibt es weder Wasserleitungen noch eine öffentliche Wasserstelle in direkter Umgebung. Die Kinder holen das Wasser von einem weit entfernten Bohrbrunnen im nächsten Dorf. Dies verursacht jedoch eine unangenehme Stimmung im Dorf, weil die Leute nicht einsehen, dass die Schulkinder ihnen ihr wertvolles Wasser „wegnehmen“.

Die Sommer sind in dieser Region besonders heiß und trocken. Es regnet selten und das Wasser ist sehr knapp bemessen.